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Romero-Filmtage 2011
im Kommunalen Kino Metropolis

Eine Auswahl von acht Dokumentar- und Spielfilmen ergänzt und bereichert das reichhaltige Veranstaltungsprogramm. Nach einem etwas anderen Blick auf die Geschichte Amerikas im letzten Jahrhundert beschäftigen sich die weiteren Filme aus oder über Honduras, Mexiko, Argentinien, El Salvador und Guatemala mit der jeweiligen aktuellen Realität.

Die Filme werden im Metropolis Kino, Steindamm 54 gezeigt.
Eintritt 6 / ermäßigt 4 Euro

Veranstalter: Nicaragua Verein, pbi, zapapres, CASA/amnesty international, Initiative Mexiko

Die Filmreihe wird gefördert durch: NUE (Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung), KED (Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordelbischen evang.-luth. Kirche) und InWent gGmbH (Internationale Weiterbildung und Entwicklung).

Di, 22.03.2011 • 19 Uhr

Das Jahrhundert des Sturms

Dokumentation von F. Birri nach der Vorlage von E. Galeano. D/F/Sp./Arg./Urug. 1999, 86 min. DF

Eine neue Vision der amerikanischen Geschichte des letzten Jahrhunderts - aus lateinamerikanischer Sicht - also gleichsam "von unten" und somit keine herkömmliche (Sieger-)Geschichtsschreibung. Geschichte und Geschichten werden mit Legenden verwoben, mit einzigartigen Dokumenten und Bildern, wie man sie noch nie sah. Ein aufregendes Mosaik aus Kunst und Kultur, Politik und Wirtschaft. Der Film sprengt das Genre Dokumentarfilm. Plakatmotiv
          Jahrhundert des Sturms


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Fr, 25.03.2011 • 19 Uhr

Adelante muchachas – Mädchenfußball in Honduras

Dokumentarfilm von Erika Harzer, D 2004, 60 min. OmU
Mit Gast

Filmszene aus Adelante
          Muchachas«Adelante Muchachas!» erzählt die Geschichte von vier jungen Frauen aus Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras. Ein filmischer Beitrag, der sowohl in sozialer wie auch sportlicher Sicht grenzüberschreitend sensibilisiert. Durch die Begleitung dieser vier jungen Frauen erfahren wir viel über ihr Heimatland, die sozialen Probleme, die Einschränkungen und Ängste, die gerade Frauen verstärkt in einem von Gewalt bestimmten Umfeld erleben und erfahren.

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Di, 29.03.2011 • 19 Uhr

Digna Ochoa. Zwei Dokumentarfilme zum Mord an Digna Ochoa:

Mord in Mexiko. Von M. Enger, D 2002, 45 min., DF
Digna Ochoa. Von canalseisdejulio, D 2006, 40 min. OmenglU

Filmszene aus Digna OchoaVor 10 Jahren wurde die mexikanische Rechtsanwältin Digna Ochoa y Plácido, wegen ihres riskanten Einsatzes für Verfolgte bekannt und bedroht, in ihrem Büro erschossen. Die Staatsanwaltschaft ist bis heute bemüht, trotz konträrer Indizien und der Identifizierung der Täter den politischen Mord in den Selbstmord einer pathologischen Person zu verwandeln.

Ein deutscher und ein mexikanischer Dokumentarfilm würdigen, einander ergänzend, die Menschenrechtsverteidigerin und enthüllen ein böses Spiel der Justiz.

Zum gleichen Thema gibt es eine Matinee am Sonntag, den 17.4. um 11 Uhr in der Ev. Hochschule im Rauhen Haus, Horner Weg 170: "Justicia sin Justicia - Das böse Spiel der Justiz".

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Mi, 30.03.2011 • 19 Uhr

In ihren Augen – El secreto de sus ojos

Nach dem Roman von E. Sacheri, mit S. Villamil, R. Darín u.a.
Regie J. J. Campanella, Arg./Sp. 2009, 129 min. OmU

Filmszene aus In ihren
          AugenBegleitet von zwei magischen Hauptdarstellern wirft der spannende und differenzierte Film in kunstvoll arrangierten Rückblenden den Blick in das Argentinien vor der Militärdiktatur. Er ist ebenso eine spannende persönliche Geschichte wie ein subtiler Sensor für die Vorboten des totalitären Regimes. Thematisch gesellt sich zum Element des Thrillers eine angedeutete Chronik der argentinischen Geschichte - vom Anfang der Militärdiktatur bis ins Jahr 1999. Erhielt 2010 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

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Mo, 11.04.2011 • 19 Uhr

La vida loca - Die Todesgang

Dokumentarfilm von C. Poveda, F/ Sp/ Mex. 2008, 90 min. OmU

Mit Gast

Filmszene aus La vida
          locaDie Gang ist ihre Familie, die Straße ihr Zuhause: In den Armutsvierteln von San Salvador, der Hauptstadt El Salvadors, kommen junge Menschen schon sehr früh in Kontakt mit Mord und Totschlag. Mitten in den gefährlichen Straßenkrieg im Armenviertel Soyapango hat sich der algerische Dokumentarfilmer Christian Poveda gestürzt. Sein außergewöhnlicher Film dokumentiert mit einer beeindruckenden Nähe und viel Emotion den Alltag der "Mara 18", die zu den brutalsten und gefährlichsten Gangs in Lateinamerika zählt.

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Di, 12.04.2011 • 19 Uhr

Corazón del Tiempo – Herz der Zeit

Spielfilm mit R. Barries, F. Jiménez u.a.
Regie: A. Cortés, Mex 2009, 90 min. OmenglU

Ein Film, der uns ins Herz des zapatistischen Widerstands bringt, eine Liebesgeschichte, die mitten in den zapatistischen Gebieten spielt. Filmszene
          aus Corazon del TiempoWahrscheinlich der erste Spielfilm über die Zapatisten, der für die mexikanischen Kinos gedreht wurde. Er wir als beklemmend und tragisch empfunden.

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Mi, 13.04.2011 • 19 Uhr

Quién Dijo Miedo – Was heißt hier Angst?

Dokumentarfilm von Katia Lara, Hond./Arg. 2010, 110 min. OmenglU

Der Film dokumentiert die Ereignisse in Honduras um den Putsch vom Juli 2009, den Aufbau der Widerstandsfront gegen das Putschregime und die Folge-De-Facto-Regierung bis in das Frühjahr 2010. Honduras zeigt sich plötzlich von einer noch nie da gewesenen Seite: Ein Volk, das sich wehrt und für seine Rechte kämpft.

Plakatmotiv Quien Dijo Miedo

Im Anschluss:
Aktuelles aus Honduras von Kirstin Büttner, Teilnehmerin einer Menschenrechtsdelegation in Honduras (Dez. 2010) und Gerrit Höllmann, Berater von Kaffeeorganisationen in Honduras (2005 – 2010)

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Fr, 15.04.2011 • 19 Uhr

La isla – Archive einer Tragödie

Ein Dokumentarfilm von Uli Stelzner, D/Guatem. 2009, 85 min. OmU

Zu Gast: Der Rapper Nim Alae

(Nim Alae, der im Film "La Isla" mitspielt, rappt auch am nächsten Abend auf der Fiesta Romero im Kulturladen St. Georg, Alexanderstr. 16)

Filmszene aus La IslaDer Staatsterror in Guatemala ist ein bisher kaum aufgearbeitetes Kapitel in der Geschichte Mittelamerikas. Erst 2005 wurden die Archive der Geheimpolizei in Guatemala Stadt gefunden. Dem deutschen Regisseur Uli Stelzner ist es als erstem gelungen, dort eine Drehgenehmigung zu bekommen. Es gelingt ihm, mittels einer außergewöhnlichen visuellen und emotionalen Interaktion die Geschichte einer Tragödie nachzuzeichnen und Beweise für unfassbare Verbrechen zu finden. Erhielt den mimikri media Förderpreis beim Dokumentarfilm-Festival München.

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