Logo

Di 20.03.- So 15.4.2012

Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras

Gegen die Unsichtbarkeit

Sie waren unsichtbar. Nicht existent in den Regierungsprogrammen, internationalen Abkommen und Investitionsvereinbarungen: Frauen, homo-, bi- und transsexuelle Menschen, Kleinbauern, Landlose, Indigene. Als sie drohten, mehr Mitspracherecht zu fordern, wurde das von der honduranischen Elite und dem Militär am 28. Juni 2009 mit einem Putsch beantwortet. In der Fotoausstellung machen sich diese Menschen sichtbar.
Die Ausstellung entstand im Dezember 2010 als Projekt einer Gruppe von Aktivist*innen und freien Journalist*innen im Rahmen einer Delegationsreise nach Honduras. Sie ist eine Kooperation mit honduranischen Künstler*innen im Widerstand ("Artistas en Resistencia"): Die Hälfte der Fotos stammt von ihnen.

Ort: W3-Kneipe, Nernstweg 32

Veranstalter: Amnesty International, Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA)

nach oben

 

Mo 19.03.2011 • 19 Uhr

Vortrag, Filmausschnitte

Hommage für Otto Rene Castillo: Guatemalas Präsident Colom entschuldigt sich

Mit Sandino Patrice Castillo und Peter Gärtner

Otto Rene Castillo, Poet und Kämpfer in Guatemala, wurde als Gefangener von der Armee gefoltert und am 19.3.1967 ermordet. Sein Sohn Sandino Patrice Castillo berichtet, wie er und viele andere, ähnlich betroffene Hinterbliebene jahrzehntelang um Aufklärung und Gerechtigkeit kämpften und sich damit aus der Opferrolle befreiten: Sie erzwangen von Guatemalas Präsident Colom eine öffentliche Entschuldigung - am 19.3. 2011.
P. Gärtner spannt den Bogen vom Leben und Einsatz des Dichters bis hin zur Menschenrechtsbewegung heute.
Im Filmausschnitten: Der Staatsakt mit Castillos Poesie, vertont von F. Lopez.

Ort: Instituto Cervantes, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Eintritt: Spende erbeten

peace brigades international e.V., Instituto Cervantes

nach oben

 

Do, 22.3.2011 • 19.30 Uhr

Diskussion

Alternativen zum Drogenkrieg in Mexiko

Mit Martin Schwarzbach

Der vor 40 Jahren von Nixon ausgerufene "Krieg gegen die Drogen" fordert täglich Opfer. Allein in Mexiko waren es in den letzten 5 Jahren ca. 40.000. Sieger sind allein die Drogenmafias und der zu ihrer Bekämpfung aufgerüstete polizeilich-militärische Komplex. Vor allem in den Konsumentenländern ist deswegen ein Politikwechsel dringend nötig.
Positive Vorbilder gibt es viele - von Amsterdam bis Zürich. Einige davon - die angesichts steigender Konsumentenzahlen vor Ort auch für Lateinamerika von Interesse sind – werden in diesem Vortrag vorgestellt.
Der Referent ist Diplompolitologe sowie Mitglied der Initiative Mexiko und beschäftigt sich seit längerem mit Fragen der Menschenrechte v.a. in Mexiko und Kolumbien.

Ort: Ev. Hochschule im Rauhen Haus, Horner Weg 170

Eintritt: 3 Euro

Veranstalter: Initiative Mexiko

nach oben

 

Fr, 23.03.2012 • 19 Uhr

Diskussion

El Salvador, gestern und heute

Eine lange Geschichte des christlichen Widerstands und der Hoffnung angesichts der strukturellen Ungerechtigkeit

Mit Xavier Alegre, Theologe

Die Geschichte der Ungerechtigkeit und der Marginalisierung der verarmten Bevölkerungmehrheit in El Salvador ist lang. Noch heute findet sie ihren Ausdruck in der Gewalt, unter der das Land leidet (etwa durch Jugendbanden wie Maras, u.a.).

Genauso alt wie die Gewalt sind jedoch der Widerstand und die Hoffnung, mit der Christinnen und Christen sich ihr entgegenstellen. Xavier Alegre wird auf die Bedeutung eingehen, die das Zeugnis und der Märtyrertod Oscar A. Romeros, der Jesuiten von der Universidad Centroamericana José Simeón Cañas (UCA)und unzähliger Mitglieder der Basisgemeinden über die Jahre gehabt haben und bis heute haben.

Xavier Alegre, Jesuit und Befreiungstheologe, promovierte 1977 an der Universität Münster und ist Prof. em. der Facultat de Teologia de Catalunya (Barcelona). Er wohnt und lehrt seit etwa 30 Jahren regelmäßig als Gastdozent an der UCA und betreut dann auch dortige Basisgemeinden, so auch im Sommer 1989, wenige Monate vor der Ermordung seiner Mitbrüder. Ab April 2012 wird er wieder für 3 Monate dort sein.

Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Hamburg-Altona

Eintritt frei

Veranstalter: Lateinamerika-Studien der Universität Hamburg

nach oben

 

So, 25.03.2012 • 10 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst, anschließend Empfang

Wenn wir die Sonne anschieben, rückt der Morgen näher

Im Gottesdienst erinnern wir an die Frauen und Männer, die wie der 1980 ermordete Erzbischof Oscar Romero in El Salvador, mutig gegen Unrecht in Lateinamerika aufstanden.
Wir denken an die, die heute mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Nacht des Unrechts in Lateinamerika vorbeigeht.

Im Anschluss gibt es einen Empfang zur Verabschiedung von Bärbel Fünfsinn, Lateinamerikarefentin des Nordelbischen Missionszentrums.

Ort: Friedenskirche Altona, Otzenstraße

Veranstalter: Lateinamerikareferat des NMZ, Kirchengemeinde Altona – Ost und Fachstelle für weltkirchliche Aufgaben /missio des Erzbistums Hamburg

nach oben

 

Mo, 26.03.2012 • 19.30 Uhr

Vortrag mit kurzen Videobeiträgen

Honduras: Bauernbewegung, Repression und Perspektiven des Widerstandes

Mit Paola Reyes, Menschenrechtsaktivistin, und
Allan Barboza, Koordinator des Flüchtlings-Komittees von ACODEHU (Asociación Costarricense de Derechos Humanos)

Im Bajo Aguan kämpfen Bauernorganisationen um die Wiedergewinnung von Palmöl-Ländereien. Deren Besitzer und die Regierung reagieren darauf mit einem Mix aus (para)militärischer Repression und Verhandlungen. Paola Reyes berichtet über die Entstehung der Bauernbewegung, die aktuelle Situation und die angespannte Menschenrechtslage nach dem Putsch im Jahr 2009. ACODEHU (www.acodehu.com) unterstützt honduranische Flüchtlinge, Allan Barboza hat im Februar auf dem internationalen Solidartätstreffen im Bajo Aguan teilgenommen. Außerdem werden die VeranstalterInnen über geplante Beobachtungsdelegationen informieren.

Ort: W3, Nernstweg 34, 22765 Hamburg

Eintritt: 3 Euro

Veranstalter: Honduras-Koordination-Hamburg, Zapapres, Amnesty International, Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe (CASA)

nach oben

 

Mi, 28.03.2012 • 19.30 Uhr

Diskussionsveranstaltung

Wer sind die wahren Terroristen?

Mit Norman Paech (Völkerrechtler und Ex-MdB)

Cuba Sí Hamburg stellt die Geschichte der „Cuban 5“ vor, jener fünf in ihrer Heimat als Helden gefeierten Kubaner, die wegen „Verschwörung zur Spionage“ in den USA zu horrenden Haftstrafen verurteilt wurden. Für ihre Freilassung läuft eine internationale Kampagne. Norman Paech, Völkerrechtler und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, war bei einer Anhörung im Prozess dabei und diskutiert mit uns.

Leider kann der vielfach ausgezeichnete US-Regisseur Saul Landau wegen Erkrankung nicht wie geplant seinen neuen Dokumentarfilm „Will the Real Terrorist Please Stand Up?“ persönlich vorstellen und der Film nicht mit deutschen Untertiteln gezeigt werden. Aber wir zeigen Auszüge in der Originalfassung. In seinem Film zeichnet Saul Landau in eindringlichen Sequenzen die Chronik eines halben Jahrhunderts gewalttätiger Übergriffe aus Miami gegen Kuba – unter Duldung und mit Unterstützung Washingtons.

Ort: W3, Nernstweg 34, 22765 Hamburg

Eintritt frei

Veranstalter: Cuba Sí

nach oben

 

Fr, 30.03.2012 • 19.30 Uhr

Diskussion

Die Rückkehr der Staatspartei?

Präsidentschaftswahlkampf 2012 in Mexiko

Mit Albert Sterr (Autor)

„Du überlegst dir, die PRI, die Partei der institutionalisierten Revolution, zu wählen? Wir führen die Bücher, die dir helfen, dich an die Ergebnisse der Politik von fast 70 Jahren Staatspartei zu erinnern“. Mit diesem Werbeslogan versucht die Buchhandlung `Ghandi´ die ahistorische Idealisierung der PRI-Herrschaft durch einen Teil der mexikanischen Bevölkerung zu durchbrechen. Die PRI verdankt ihren Aufwind unter anderem Calderóns „Krieg gegen die Drogenkartelle“, der bisher fast 50.000 Tote forderte. Gleichzeitig hat die Wirtschaftskrise die strukturelle Armut verstärkt.

Albert Sterr, Buchautor u.a. von „Mexikos Linke – Ein Überblick“ und „FOXtrott in Mexiko“ analysiert die Lage in Mexiko 3 Monate vor den Präsidentschaftswahlen.

Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Eintritt: 3 Euro

Veranstalter: Zapapres e.V.

nach oben

 

So, 1.04.2012 • 14 Uhr

Hafenrundfahrt

„Bittere Bohnen”

Literarisches und Informationen zum Thema Kaffee

Sie erfahren etwas über die historische Entwicklung des Kaffeekonsums und die Arbeitsbedingungen bei der Kaffeeverarbeitung in Hamburg, über die Arbeitsbedingungen auf großen Kaffeeplantagen, über den internationalen Kaffeehandel, über den alternativen Kaffeehandel und den ökologischen Kaffeeanbau.

Dauer: 2 Std.

Ort: City-Sporthafen, direkt an U Baumwall, Ausgang Überseebrücke, Barkassen-Centrale Ehlers.

Veranstalter: Hafengruppe Hamburg

Eintritt: 12 Euro / ermäßigt 10 Euro

nach oben

 

Do, 12.04.2012 • 19.30 Uhr

Diskussion

Kolumbiens schmutzige Kohle

Mit Vertreter/innen aus der Region

Kolumbien ist dabei, Deutschlands wichtigster Steinkohlenlieferant zu werden. Im Sommer 2011 wurde mit über 8 Mio t sogar deutlich mehr Steinkohle eingeführt als aus Russland. Die deutschen Energieversorger und -verbraucher profitieren von der billigen Kohle, Mensch und Natur vor Ort müssen die Zeche zahlen. Die Tagebaue gefährden Ernährungssicherheit und Gesundheit der Bevölkerung. Welche Verantwortung übernehmen eigentlich Deutschland und die hiesigen Energieversorger? Zwei Vertreter/innen aus der Region des Kohlentagebergbaus berichten.

Ort: W3, Nernstweg 34, 22765 Hamburg

Eintritt: 3 Euro

Veranstalter: FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk, FIAN Deutschland e.V. und FIAN-Gruppe Hamburg

nach oben

 

Do, 12.04.2012 • 20 Uhr

Musiktanztheater

Oda al Pehuén II

Mit Ulli Simon, Ramón Gorigoita, Alex Mora, Sergio Terán

Das Multimedia Werk ist eine Elegie an den heiligen Baum der Mapuche-Indianer Chiles, den Pehuén. Es basiert auf der Vertonung einer alten indianischen Legende sowie dem Werk „Der große Gesang“ des chilenischen Dichters Pablo Neruda.

Die Mapuche waren das einzige Volk Lateinamerikas, dass den europäischen Eroberern über 300 Jahre lang standhalten konnte. Erst 70 Jahre nach der Gründung der Republik Chiles wurden sie in einem blutigen Krieg besiegt. Dennoch hielten sie an ihren Traditionen und Mythen fest und bewahrten sich bis heute ihre Sprache und Riten.

Alex Mora und Ramón Gorigoitia erarbeiteten die Inszenierung zum Projekt und setzten sie mit dem Flötisten und Saxophonisten Sergio Terán und dem Liedermacher und Autoren Ulli Simon gekonnt um. Claudio Villarroel schuf die Videoanimationen dazu.

Ort: Instituto Cervantes, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Kosten: 6 Euro

Veranstalter: Instituto Cervantes

nach oben

 

Fr, 13.04.2012 • 20 Uhr

Konzertlesung

Misa a Buenos Aires und Astor Piazzolla

Mit Chor St. Johannis Altona, Ensemble Occident, Mike Steurenthaler - Dirigent, Julia Schilinski – Mezzosopran, Christian Gerber – Bandoneon, u.a.

Kultur der besonderen Art aus Lateinamerika wird präsentiert: eine Tango Messe, Stücke von Astor Piazolla sowie lyrische und poetische Texte. Matin Palmeri (1965) aus Argentinien bedient sich bei seiner Misa a Buenos Aires der Tango- Elemente. Die liturgischen Messe-Texte treten in dem Chorwerk in eine lebendige Spannung mit der jüngeren argentinischen Volks-Musik. Demgegenüber stehen ausgewählte Stücke des berühmtesten Bandoneon-Spielers Astor Piazzolla. Die in der Musik miteinander verwobene Melancholie und Lebensfreude spiegelt sich auch in Gedichten und Prosa lateinamerikanischer DichterInnen, die vorgestellt werden.

Ort: St. Johannis – die Kulturkirche Altona, Max-Brauer-Allee/Ecke Sternbrücke

Eintritt: 16 Euro / 12 Euro/ ermäßigt 8 Euro

Veranstalter: Kirchengemeinde Altona-Ost in Kooperation mit dem Lateinamerikareferat des NMZ, peace brigades international, W3-Werkstatt für internationale Kultur und Politik

nach oben

 

Sa, 14.04.2012 • 19 Uhr

Diskussion

Kultur und Neoliberalismus

Die zwei Gesichter von Vargas Llosa

Mit Dr. Julio Roldán (Uni Potsdam) und Prof. Dr. Martin Franzbach (Uni Bremen)

In seinem Buch „Entre el Mito y la Realidad“ stellt Dr. Roldán die Zwiespältigkeit des Dichters Vargas Llosas zur Diskusssion. Von seinen Triumphen als Literat (Nobelpreis 2010) bis zu seinem Scheitern als neoliberaler Politiker analysiert der Autor die Gestalt des gefeierten Poeten. Er diskutiert seine Thesen mit Dr. Franzbach und dem Publikum.

Ort: Gesundheitszentrum St. Pauli, Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg

Eintritt frei

Veranstalter: Deutsch-Chilenisches Kulturzentrum e.V. Hamburg

nach oben

 

Mo, 16.04.2012 • 19.30 Uhr

Theater

Frauentheater „Colectivo de Mujeres Matagalpa“ (Nicaragua)

Das Frauenkollektiv thematisiert mit dem Stück "Camino a la Laguna seca" - "Weg zur trockenen Lagune" die Verknappung, Verschmutzung und Privatisierung des Wassers.

Ort: W3, Nernstweg 34, 22765 Hamburg

Eintritt: 6 Euro

Veranstalter: Nicaragua Verein Hamburg e.V.

nach oben